Kinesiotaping ist bekannt aus dem Profisport und dort nicht mehr wegzudenken. Es wird mittlerweile bei alltäglichen Beschwerden unterschiedlichster Art als Schmerztherapie und als Prophylaxe eingesetzt.

Kinesiotape ergänzt viele Behandlungstechniken, wie Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Massagetherapie, Manuelle Lymphdrainage.

Wie bei jeder anderen Therapieform, ist eine Anamnese sowie eine Untersuchung zur Ursachenfindung unabdingbar.

Eigenschaft
Es ist ein auf Baumwollbasis hergestelltes Tape mit Elastizitätseigenschaften ähnlich der menschlichen Haut (Dehnbar bis 180%) und wird über eine Acrylbeschichtung selbsttragend angelegt. Dabei wird die Klebeeigenschaft der Beschichtung über die Körperwärme aktiviert. Die luft- und dampfdurchlässige Gewebestruktur des Tapes ist wasserabweisend. Schwimmen und duschen ist somit möglich.

Wirkprinzip
Kinesiotape führt zu einer wellenförmigen Anhebung der Haut. Dadurch erfolgt eine Druckreduzierung im Gewebe durch Raumvergrößerung zwischen Haut und Muskulatur. Die Folge ist eine Regulierung der Lymph- und Blutzirkulation. Durch die zusätzliche Stimulierung von Rezeptoren im Gewebe (Muskeln / Sehnen) soll eine Funktionsverbesserung der Gelenke und Muskeln erreicht werden. Die Druckentlastung im betroffenen Gewebe soll eine Schmerzreduktion zur Folge haben.